Ein Bericht eines Switchers
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Ich drücke den Knopf mit dem Power-Symbol, welches jedoch auch alles andere bedeuten könnte. Dann dieses melodische Dröhnen, ein kurzes Warten und schon ist mein Laptop , pardon, Notebook hochgefahren und nun bin ich frei alles zu tun, wonach mir steht – im Rahmen der Fähigkeiten des Computers, verständlicherweise.
Es sind nun sieben Monate seitdem ich gewechselt bin. Gewechselt von einem Dell Inspiron 6200 – wenn es das gibt – zu einem MacBook Pro. Seitdem beträgt die Gesundheit meines Akkus 90% und ich habe mein Notebook 100 mal aufgeladen, allerlei Widgets installiert, angefangen Microsoft Office zu hassen, Pages aber genauso und den Mac zu lieben.
Vor meinem ersten Mac besaß ich über 11 Jahre hinweg PCs aller Couleur. Angefangen beim berühmt-berüchtigten 4/86er über alle möglichen Pentium Chipsäze, dann ein Intermezzo mit AMD, dann zurück zu Intel, zwischendurch viel Geld für Grafikkarten und Ram ausgegeben, die Monitore wechselten auch und die Betriebssysteme sowieso. Angefangen bei DOS über Windows 95 zu Windows 98 zu Windows 98 SE zu Windows 2000 zu Windows XP zurück zu Windows 2000 und aufgrund des Laptops und fehlender Motivation blieb es schlussendlich bei XP. Und ich hasste sie alle. Es war mehr ein latenter Hass, denn ich sah keine Alternativen und somit gibt man sich mit dem zufrieden, was man hat und als Jugendlicher lernt man sowieso sehr schnell. Aufgrund dessen lernte ich, was diese ganzen *.dlls sind oder sein könnten, wie man sich vor Spyware (von außen oder innen) schützt, wie man Netzwerkverbindungen zu anderen oder gleichen Betriebssystemen der Firma Microsoft herstellt, Contenance bei einem Bluescreen bewahrt und wo sich alle möglichen Optionen aufhalten, die rein logisch nicht erreichbar sind. Nur mit der Optik der Betriebssysteme konnte ich mich nie anfreunden. Doch das ist ein Grund, der eigentlich keiner ist oder sein sollte, denn form follows function und solange alles irgendwie lief war es ja auch okay.
Im November letzten Jahres wechselte ich dann. Sei es durch das Studium, meine Überdrüssigkeit gegenüber das ganze Konstrukt PC oder schlichtweg die vergleichende Empirie. Vermutlich war es eine Mischung aus allem. Und ich konnte ja Windows darauf installieren.
So bekam ich mitten in der Prüfungsphase mein MacBook Pro. Ich konnte folglich leider nicht so viel Zeit damit verbringen, wie ich gerne wollte, doch es reichte. Das Gerät an sich ist sehr schön designed und dies meine ich mehr nach der Definition Steve Jobs’ – ich habe einfach den Eindruck, die Leute haben sich dabei was gedacht und wollten nicht nur die Hülle für einen Computer machen. Und OS X ist, nun ja, intuitiv. Alles – oder fast alles – ist da wo man es vermutet und sollte man doch mal ein Problem haben, so ist die Community zur Stelle um zu helfen. Dies gilt auch für Programme, die man gerne hätte, denn obschon es sehr viel weniger Programm für den Mac gibt, so gibt es sie und diese sind dann auch genauso qualitativ wie für den PC nur dass man nicht solange nach qualitativen Programmen suchen muss.
Ja. Sieben Monate sind es nun schon her, seitdem ich gewechselt bin. Sieben Monate mit dem MacBook Pro und mittlerweile schreibe ich dies hier. Ein Bericht eines Switchers. Ich habe nichts zu bemängeln, mein Laptop, ähm, egal, ist bisher nur einmal abgestürzt und mein einziges Problem ist, ist dass mein Drucker nicht funktioniert. Dieser ist von Dell. Pure Ironie. Damit der Drucker funktioniert, müsste ich XP installieren. Nur: Wer will das schon?