Eine kurze Randnotiz aus dem amerikanischen eBook-Markt: Wie das Walt Street Journal berichtete hat Laura Lippmans Thriller I’d Know You Anywhere – am 17. August in de Markt gekommen – in den ersten fünf Tagen 4.739 eBooks und 4.000 physische Hardcover-Ausgaben verkauft. Für Lippmans Verlag HarperCollins sei dies der erste Titel, der in der Startwoche mehr elektronische Versionen eines Titels verkaufte als physische.
Die Nachricht kommt nur wenige Wochen nach Amazons Mitteilung, dass erstmals mehr elektronische Bücher über die eigene Kindle-Plattform vertrieben wurden als Hardcover-Ausgaben.
Christian Gast von der Good School beim ersten open betabreakfast
Nach dem erfolgreichen ersten open betabreakfast im betahaus Hamburg steht nun Nummer zwei vor der Tür. Diese mal mit dem Hamburger Wagniskapitalgeber Hanse Ventures. Wer also eines der jüngeren Mitglieder der Hamburger Gründerszene näher kennenlernen möchte, der sollte dringend vorbeischauen.
Hanse Ventures unterstützt seit 2010 Internetgründungen mit Geld und einer Full-Service-Infrastruktur: Design, Softwareentwicklung, Vermarktung sowie Büroräumen und Administration werden gestellt. Somit kann sich der Gründer voll auf den Aufbau seines Unternehmens konzentrieren.
Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 60 Leute begrenzt – also kommt früh, damit ihr noch einen Platz bekommt.
Die Design-Firma Landor hat in den 1960er Jahren ein Video produzieren lassen, in dem sie ihren Design-Prozess erklärt. Am Beispiel einer Flasche für die Whiskey-Marke Old Fitzgerald werden alle Arbeitsschritte vom ersten Sketch übers Prototyping bis hin zum fertigen Produkt erklärt. – Ganz ohne Computer, 3D-Prinrer oder CNC-Maschinen. Oben drauf gibt es das ganze in rund 15 Minuten charmant angekratzter Ästhetik:
Das iPad-App Inkling ist eine schöne Ergänzung zu den Vorschlägen Kevin Roses und ein weiteres Beispiel, was elektronische Bücher alles sein können.
Inkling ist ein amerikanisches Startup, dass eine digital Textplattform entwickelt, die primär auf das iPad und zukünftige Tablets ausgerichtet ist und den Schul- und Universitätsmarkt anvisiert. Inkling liefert digitale Lehrbücher kapitel- oder werkweise aus. Der Nutzer hat die Möglichkeit neben interaktiven Multimedia-Inhalten zur Ergänzung des Textes sich mit Freunden über Textstellen auszutauschen und Annotation zu teilen.
Finanziert wurde Inkling in einer A-Runde von Sequoia Capital, Kapor Capital, Sherpalo Ventures und Felicis Ventures.
Noch eine kurze Wasserstandsmeldung zu einer Branche im Umbruch: The Telegraph berichtet, dass die britische Musikindustrie inzwischen rund ein Fünftel ihrer Umsätze nicht mehr in ihrem traditionellen Kerngeschäft, also dem Verkauf von Musik, erwirtschaftet. Inzwischen werden rund 20 Prozent vor allem mit der Zweitverwertung – mit Konzerten, Merchandising und Film- und TV-Rechten – verdient. In absoluten Zahlen: 2009 erwirtschafteten die britischen Labels 193.5 Millionen Pfund mit der Zweitverwertung – 6,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Insgesamt wurden 1,12 Milliarden Pfund umgesetzt. Es sind Zeiten des Wandels, um das eigene Fortbestehen zu sichern…
Wenn das Buch ins Digitale übertritt kann es sich emanzipieren. Es kann sich befreien von den Restriktionen, die durch das Dasein als physisches Objekt entstehen. Es kann seinen eigenen Wert finden und austesten, was das Buch als digitales Objekt überhaupt definiert.
In diesem Zusammenhang hat James Bridle erst unlängst einen lesenswerten Artikel über die Rolle des Buchcover veröffentlicht. Heute habe ich auf The Hypothetical Library eine schöne illustrative Ergänzung zum Thema gefunden: Warum nicht einfach das statische Buchcover animieren? Oder in den Worten des Autors Charlie Orr:
So why can’t these book covers move? Essentially a cover is an image and a title. But it could be a short film, or animation, abstract or narrative. It could have music or creepy noises. It could also be a portal with links to other information, like a publisher’s backlist, or more information about the subject. It could do anything you never would think a cover could do.
Gesagt, getan – mit folgenden sehenswerten Beispielen: …weiterlesen
Jason Santa Maria ist ein Grafik-Designer aus New York, Gründer des Studios Mighty, Kreativdirektor bei Typekit, Mitgründer von A Book Apart, Gründer von Typedia und vieles mehr. Oder um es kurz zu machen: Jemand, der zig Lanzen für wirklich gute Gestaltung im Internet gebrochen und gleichzeitig seine Wurzeln in der klassischen Gestaltung von Printprodukten hat.
Warum die Gestaltung von Druckerzeugnissen anderen Regeln wie die Gestaltung von Internetseiten unterliegt zeit Jason Santa Maria in seinem Dot Dot Dot Vortrag. – Nicht nur deswegen ist dieser wärmstens zu empfehlen: